Schaufelradbagger 289

Maßstab 1:200 leider kein Foto verfügbar
Länge 985 mm
Höhe 553 mm
# Teile sicher über 500
Konfiguration Rheinbraun
Schwierigkeitsgrad* 5
Artikel-Nr.* 08813 *laut Hersteller

Die bisher schwerste Geburt eines Modells. Gekauft 1991 und 1996. Ja, ich war so wahnsinnig mir das Modell zweimal zu kaufen. Das erste von beiden habe ich gleich nach dem Kauf an drei Tagen zusammengeschustert. Nicht bemalt, nicht beklebt. Sah auf gut deutsch einfach Kacke aus. Als dann Revell 1996 das Modell noch einmal herausbrachte, habe ich sofort zugeschlagen und mir geschworen: das wird was Vernünftiges! Mit dem Bauen habe ich dann im November 1998 begonnen und bin dann irgendwann im Juli 1999 fertig geworden (okay, es fehlen immer noch einige Leitern).

Zum Original:

Der Bagger 289 ist im Tagebau Hambach im Einsatz. Mit einem Nettogewicht von 13.000 Tonnen und einer Länge von 240 Metern ist er das größte je von Menschenhand geschaffene Landfahrzeug. Sein Zwillingsbruder 288 wurde 2001 in einer spektakulären Aktion nach Garzweiler verlegt. Konstruiert wurde der Bagger von der Orenstein & Koppel Fördertechnik AG im Jahre 1974. Die tägliche Arbeitsleistung entspricht etwa 2,4 Millionen Mannstunden, wenn Hacke und Schaufel eingesetzt würden. Die Höchstgeschwindigkeit des Baggers liegt bei etwa 600 m/Std. Der Bagger wird noch etwa bis 2008 im Dienst sein.

Zum Modell:

Um das Ganze tatsächlich einigermaßen genau zu kriegen habe ich das alte Modell kurzerhand auseinander gerupft und mit verbaut. So hat der Originalbagger an der Schaufel vier Motoren, das Modell aber nur drei. Da dem Modell zu wenig "Förderband" beilag habe ich mir in der Restetruhe extra für teures Geld entsprechendes Kleiderband gekauft. Dann war die Frage der Farbwahl. Nach dem Verbrauch von drei Dosen Farbe am alten Modell - eisenfarbig, hell-grau und Aluminium - habe ich mich für letztere entschieden. Bei Faller gab es Braunkohleersatz, die Schaufel und die Ketten habe ich frisch gestrichen in Modellbahnsand gebadet um den Effekt von Erde zu bekommen. Dann stellte ich fest, dass der Ausleger mit Schaufel zu schwer für den Gegenpart ist. Also 200 gr Gegengewicht in den Häuschen an den Seilwinden versteckt. Geländer hatte ich glücklicherweise genug, da ich beim alten Modell darauf verzichtete. Dann galt es Treppen dort anzubringen wo keine vorgesehen waren (am Original schon), Kabelträger zu basteln und Warnmarkierungen anzubringen. Außerdem habe ich noch ein Getriebegehäuse für die Schaufel angebracht.

Errata und Tips:

Fotos:

Das Modell in seiner ganzen Pracht.

Der Absetzer am Förderausleger. Wenn ihr das Bild größer macht (draufklicken) könnt ihr die Spannseile sehen.

Der Absetzer und der hintere Teil des Förderauslegers. Gut zu erkennen sind der Kranturm zur Wartung der Kabel und Förderbänder sowie der von mir gebastelte Kabelausleger.

In der Konstruktion mit dem kleinen Kran bei den Seilwinden stecken 200 Gramm Bleigewichte. Ich habe die Treppe von den  Büros so gemacht, wie im Original, nicht die gerade Variante, die in der Anleitung vorgeschlagen war.

Der Drehteller, der den Bagger dreht. Das ganze Ding ist eigentlich die Antriebseinheit, da sich im inneren riesige Generatoren verbergen. Die Stützpfeiler sind die Streben der Teile 142 & 143 beim alten Modell.

Gesamtansicht der Antriebseinheit.

Noch mal der Förderausleger. Hier im Detail zu sehen ist der Kabelausleger, dessen halbrunde Ausleger aus den Teilen 144 bestehen, die ich dann durchgeschnitten haben.

Die vier Motoren. Beim unteren fehlt das Geländer, da ich den Boden, auf dem der Motor steht unten an Teil 204 geklebt habe, wodurch mir ein Millimeter fehlte.

Der hintere Teil des Schaufelrades. Die Laufstege bestehen aus dem Dach der Büros vom alten Modell, das ich in entsprechende Stücke geschnitten habe. Einfacher ist es natürlich sich entsprechendes Material direkt im Geschäft zu holen.

Detailansicht der Schaufel. Ich habe die Führerkabinen um die Kabel ergänzt. Links neben den Motoren ist das Getriebe zu erkenne.

Die sehr friemelige Takelage des Baggers. Der Kran ist übrigens im Bausatz zu lang. Er geht im Original nur wie hier bis zur zweiten Plattform.

Gleiche Stelle, andere Ansicht